Tätigkeitsbericht 2009


 

Im Jahre 1969 wurde der Heimatverein Nienborg gegründet. Ganz im Zeichen dieses kleinen Jubiläums, zu dem die noch lebenden Gründungsmitglieder Franz Nacke, Hermann Piegel, Felix Woltering und Heinz Lammers besonders eingeladen wurden, stand die Jahreshauptversammlung am 25. Januar im haus Hugenroth. Bis auf Hermann Piegel, der aus gesundheitlichen Gründen an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, waren die Gründungsmitglieder der Einladung gefolgt. In teils bewegenden Worten erinnerten sie sich an die Anfänge des Heimatvereins vor 40 Jahren. Dabei zeigten sie sich sehr erfreut über die Entwicklung des Vereins bis heute. Die Errichtung des Hauses Hugenroth als Heimat- und Bürgerhaus wurde als Meilenstein in der Vereinsgeschichte und als besonders wertvoll für Nienborg angesehen. Alle Gründungsmitglieder hatten – zum Teil über viele Jahre-  verantwortliche Positionen im Vereinsvorstand wahrgenommen. Für ihr ehrenvolles Engagement wurden Sie mit einem Buchgeschenk geehrt. Auch viele der 25 Jubilare, die auf eine 25jährige Mitgliedschaft im Heimatverein Nienborg zurückblicken, waren zur Jahreshauptversammlung gekommen. Mit einer Einladung zum Abendessen nach dem Wintergang wurde Ihnen Dank für ihre Treue zum Heimatverein ausgesprochen.

 

Von der ehemaligen Hofstelle Ostendorf in der Hauptstraße zum neuen Hof auf der Ammert führte der Wintergang am 08. Februar. Einige Vereinsmitglieder und Herr ……… aus ……. Unterhielten ca. 70 Teilnehmer nach der anschließenden Einkehr ins Haus Hugenroth mit humorvollen Beiträgen. Nach einem guten Essen endete erst in den späten Abendstunden dieser schöne Sonntag.

 

Am nächsten Tag kamen die Vorstandsmitglieder zu ihrer ersten Monatsversammlung ins Haus Hugenroth. Regelmäßig am 2. Montag im Monat treffen sich die Vorstandsmitglieder ab 19.30 Uhr im Haus Hugenroth. Nicht immer sind Veranstaltungen vorzubereiten oder wichtige Themen aus der Vorstandsarbeit zu erörtern. Deshalb würden wir uns über die Teilnahme weiterer interessierter Heimatfreunde freuen, zumal inzwischen mehr Raum für reine Unterhaltung besteht, nach dem die Verantwortung für zentrale Veranstaltungen des Heimatvereins einzelnen Arbeitsgruppen übertragen wurde.

 

Mit einem Vortrag von Frau Dr. Martha Pfeiffer zum Thema  "Funktionale Magen u. Darmbeschwerden" startete unsere Vortragsreihe zum Thema Gesundheit am 10. Februar. Einen weiteren Vortrag hielt Jeanette Hüter am 10.März . Sie berichtete über die alternative Heilmethode „Osteopathie“. Mit jeweils 25 Zuhören fand dieses Angebot eine recht positive Resonanz. Dem  Kneipp-Verein Gronau gilt unser Dank für seine Unterstützung.

 

An der Eröffnung der Ausstellung "Westfalen - Ein etwas anderer Gang durch die Geschichte" im Landeshaus in Münster am Abend des 05. März nahm ich auf Einladung von Werner Benkhoff als Vertreter des Heimatvereins Nienborg teil. Sowohl in Münster wie später auch in Asbeck stieß die Ausstellungen, bei denen auch einige der dem Heimatverein als Leihgabe von Herrn Benkhoff zur Verfügung gestellten Bilder zu sehen waren, auf großes Interesse. Unter Titel der Ausstellung hat Herr Benkhoff einen Katalog herausgegeben, in dem mittels seiner Bilder die Geschichte Westfalens aus einem etwas anderen Blickwinkel beschrieben wird. Rechtzeitig zum LMA-Fest am 16. Mai wurde auch seine reich bebilderte Broschüre „Nienborg“ fertig gestellt. Dieser Bildband bieten wir für nur 3 Euro nach der Versammlung zum Verkauf an.

Mit 40 Teilnehmern war das 2. Doppelkopfturnier des Heimatvereins am 06. März  noch besser besucht als im vergangenen Jahr. Unter den Gästen waren auch mehrere Vereinsmitglieder, die regelmäßig zu den Doppelkopf- und Spielnachmittagen am 1. und 3. Mittwoch ins Haus Hugenroth kommen. Alle Beteiligten äußerten sich nach der Preisverleihung und dem offiziellen Abschluss des Turniers sehr anerkennend über die gute Organisation des Turniers, für die der Doppelkopfclub „Solokiller“ im Namen des heimatvereins erneut verantwortlich war. Überragender Sieger des Turniers wurde Heinz Mieling, der freudestrahlend den Wanderpokal und einen attraktiven Geldpreis vom Vereinsvorsitzenden entgegennahm. Die Neuauflage des Doppelkopfturniers findet am                                                      

Freitag, den………………. statt.

 

Auf Einladung der Gemeinde Heek wurde am Abend des 15. März im Haus Hugenroth ein sog. „Runder Tisch“ aus Vertretern der Gastronomie und Beherbergungsbetrieben und einzelner Vereine zum Thema „Tourismus in der Gemeinde Heek“ eingerichtet. Alle Beteiligten waren sich in der Bewertung einig, dass die Ringburganlage in Nienborg als bedeutendes Rückgrat für den Tourismus in der Gemeinde angesehen werden müsse. Defizite, wie mangelnde Sauberkeit oder wenig reizvolle Ausgestaltung der öffentlichen Grünflächen blieben auch nicht unausgesprochen. Betont wurde auch, dass ohne ein entsprechendes gastronomisches Angebot in beiden Ortsteilen der Gemeinde Gäste wenig Interesse hätten, dort zu verweilen oder wieder zu kommen.

 

Vertreter des Sportclubs Rot-Weiß-Nienborg und des Heimatvereins Nienborg trafen sich am 25. März im Haus Hugenroth. Beide Vereine waren der Meinung, dass die bisher gute Zusammenarbeit beim Fest zum Schmücken des Mai- und Geschichtsbaumes am Vorabend des 1. Mai fortgesetzt werden sollte. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung recht gut besucht.

 

Als bemerkenswert ist die Lebensleistung des gebürtig aus Ochtrup stammenden Ehrenprälaten Hermann Scheipers anzusehen. Aus seinem Leben unter dem Naziregime, dass ihn für mehrere Jahre ins Konzentrationslager Dachau gesperrt hatte  und dem kirchenfeindlichen Leben in der ehemaligen DDR berichtete der 96jährige Pfarrer Scheipers in einem zweihalbstündigen Vortrag stehend und in freier Rede am Sonntag, den 05. April. Die Betroffenheit der über 60 Zuhörer war greifbar. Fast alle erwarben denn auch sein Buch, „Gradwanderung“, in dem er seine Erlebnisse im KZ Dachau und sein seelsorgerisches Bemühen um die ihm anvertrauten Christen in der DDR schildert. Meine Frau und mich hat es tief berührt, als er uns nach seiner Rückkehr in sein kleines Zimmer im Altenheim in Ochtrup umarmt hat und gesegnet hat.

 

An der Frühjahrsversammlung der Heimatvereine des Altkreises Ahaus am 04. April im Künstlerdorf Schöppingen nahm ich teil. Sehr beeindruckend hat Dr. josef Spiegel dargelegt, welch große internationale Bedeutung das Künstlerdorf dank des Internets inzwischen erlangt hat. Zuletzt waren über 1.000 Bewerbungen aus allen Kontinenten der Welt für ein Stipendium und einen damit verbundenen Aufenthalt im Künstlerdorf eingegangen. Mehrere Stipendiaten sind inzwischen mit renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet worden.

 

Am 09. Mai begann der Reigen der monatlichen Pättkestouren in die nähere Umgebung. Die Vorstandsmitglieder Franz-Josef Mensing und Josef Borgers haben für die Monate Mai bis Oktober interessante Routen ausgearbeitet und dabei auch lokale Institutionen, wie die Feuerwehr Nienborg, besucht. Euch beiden herzlichen Dank für dieses Angebot. Leider wurde unser Antrag, dass unwegsame Zwischenstück des Venndamms zu einem befestigen Radweg auszubauen, vom Rat der Gemeinde Heek zunächst nicht angenommen. In etwa gleichzeitig mit unserem Antrag kamen Überlegungen auf, den Dinkelpfad von Epe nach Losser in Richtung Heek / Legden zu verlängern. Diesem Radweg räumt der Rat Priorität ein, so dass unser Vorhaben derzeit wohl nicht umgesetzt werden kann. Wir werden die Entwicklung aber im Auge behalten und zu einem späteren Zeitpunkt unser Anliegen wieder aufgreifen.

 

Ihre Gründung vor 20 Jahren feierte die Landesmusikakademie „Burg Nienborg“am 15. Mai mit einem Festakt im Musikzentrum und am 16. Mai einem bunten Festtag mit viel Musik. Die Nienborger Vereine hatten sich dafür mächtig „ins Zeug gelegt“. Leider wurden ihre Angebote, aus Gründen auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte“, von auswärtigen Besuchern nicht gut angenommen. Unter sich haben die Nienborger aber doch recht gut gefeiert. Wenn gleich unser Weinstand am Haus Hugenroth tagsüber nur mäßig besucht war. Während der Moon-Light-Nacht genossen doch noch einige Gäste und Vereinsmitglieder den guten Moselwein unseres „Hauswinzers“ Hermann Deis aus Senheim bei Cochem.

 

Während des ganzen Tages berichtete Hermann Wissing von Begebenheiten und Ereignissen und von der Geschichte der im Haus Hugenroth ausgestellten 100 historischen Fotografien bedeutsamer Bauwerke unserer Gemeinde. Ihm, Albert Bömer, Josef Borgers und Franz-Josef Mensing, die die Ausstellung vorbereitet hatten, gebührt ein herzliches Dankeschön.

 

Am 01. Juni, Pfingstmontag, fanden viele Besucher den Weg zur Mühle. Albert Bömer und Hermann Wissing beantworteten dort die Fragen der Besucher. Mit dem 01. Mai endete das Mietverhältnis zwischen der Gemeinde Heek und der Familie Brüggemann. Die Mühle kann nunmehr –auch im Rahmen unserer Führungen - nicht mehr kostenfrei besucht werden. Gleichwohl befinden sich dort weiterhin verschiedene Ausstellungsstücke, die im Eigentum des Heimatvereins oder von Hermann Wissing stehen. Wir gehen davon aus, dass durch die kommerzielle Nutzung der Erhalt der Mühle auch zukünftig gesichert ist.

 

Bei der Vorstandsversammlung am 08. Juni wurde u. a. darüber gesprochen, ………

 

Beim Grillfest am 05. Juli haben die ca. 80 angemeldeten Teilnehmer einen vergnüglichen Abend verbracht. Während für das leibliche Wohl der Gäste der Vorstand des Heimatvereins verantwortlich war, sorgten die Dinkelmusikanten für die musikalische Unterhaltung. Auch der Wettergott meinte es gut: Sonnenschein und angenehme Temperaturen ließen zu, dass nicht nur die Musiker, sondern auch ein großer Teil der Gäste draußen auf der Terrasse und im Garten des Hauses Hugenroth feiern konnten.

 

Nachdem der Vorstand des Heimatvereins einmütig dem Anliegen des Caritasverbandes Ahaus, im Haus Hugenroth alle 14 Tage einen Treffpunkt für Demenzkranke, das Demenzcafe „Tied för ju“ einzurichten, zugestimmt hat, traf ich mich am 06. August zur Vertragsunterzeichnung im Haus Hugenroth. Wir freuen uns, dass das Haus Hugenroth gerade auch für die betroffenen älteren Mitbürger zur Verfügung steht. Die Verantwortlichen des Caritasverbandes haben mir bestätigt, dass das Haus Hugenroth auch angesichts seiner Barrierefreiheit hervorragende Räumlichkeiten für solche Zwecke bietet.

 

Zu einem Grillabend trafen sich die Vorstandsmitglieder mit ihren Partnern oder Partnerinnen am 08. August auf der Terrasse des Hauses Hugenroth. Bernfried Berteling hatte die Funktion des Grillmeisters übernommen und viel Können bei der Zubereitung der Fische und Fleisches gezeigt.

 

Die ganztägige Fahrradtour des Heimatvereins führte die Teilnehmer am 12. September in das Grenzgebiet um Altstätte herum. Angesichts der begeisterten Berichte von mehreren Teilnehmern müssen alle einen sehr schönen Tag verlebt haben. Vor allem das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe wurde gelobt.

 

Elisabeth Benkhoff und ich nahmen an der Festveranstaltung zur Verleihung des Felix-Sümmermann-Preises für Denkmalpflege am 13. September im Schloss Ahaus teil. Leider wurde unser durchaus fundierter Antrag, den Heimatverein Nienborg angesichts der Leistung seiner Mitglieder beim Um- und Ausbau des Hauses Hugenroth zu einem der drei Preisträger zu erklären, nicht angenommen. Allerdings erklärten alle Festredner und Juroren, dass alle Bewerber einen Preis für ihr Engagement verdient hätten. Deshalb gebe ich das Kompliment gerne an die aktiven Mitstreiter im Heimatverein Nienborg weiter.

 

 Bei herrlichem Sonnenschein konnten die 50 Teilnehmer der Tagesfahrt zu unseren in Witten  / Herbede lebenden Heimatfreunden Margret und Theo Rolfering einen wunderschönen Vormittag mit Frühschoppen in deren Garten verbringen. Am Nachmittag wurde die im Ruhrtal gelegene Zeche Nachtigal, auf deren Gelände sich das gleichnamige LWL Museum alter Industriekultur befindet, besichtigt.

 

Die letzte Pättkestour der Saison führte uns durch Ahle zum Haus Horst. Frau Wolfering zeigte uns die dortige Hauskappelle und ihre Wohnräume. Einige Wochen zuvor wurde Haus Horst auf Initiative des Förderkreises „Kultur und Schlösser“ vom Leiter der Dombauhütte Xanten und seinen Mitarbeitern untersucht. Ziel dieser 1. Inspektion war, ein Gutachten zu erstellen, aus dem man entnehmen kann, welche Maßnahmen kurzfristig ergriffen werden müssen und mittelfristig notwendig sind, um den Bestand des Hauses zu sichern. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass solche Inspektionen sehr hilfreich für den Erhalt bedrohter historischer Gebäude sein können.

 

Theo Franzbach und ich nahmen an der Frühjahrstagung der Heimatvereine des ehemaligen Kreises Ahaus in Ahaus am 19. Oktober teil. Nach einer Besichtigung des Schulmuseums berieten die Teilnehmer der Tagung  über die Nachfolge des bisherigen Kreisheimatpflegers Feldhege aus Bocholt. Teils in persönlichen Wortbeiträgen äußerten einzelne Vereine den Wunsch, dass dem neuen Kreistag unser bisheriger stellv. Kreisheimatpfleger Alfred Janning aus Legden als Nachfolger vorgeschlagen werden möge. In einer eigens für den 21. Oktober im das Haus Harkotten in stadtlohn einberufenen Versammlung bestätigten auch die anwesenden Vereinsvorsitzenden aus dem Südkreis und aus dem Raum Bocholt diesen Vorschlag. Inzwischen ist Alfred Janning vom Kreistag offiziell zum Kreisheimatpfleger unter Berufung in ein Ehrenamtsbeamtenverhältnis ernannt worden.

 

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Achterhoek und des Kulturkreises Schloss Raesfeld fand am 30. November im Haus Hugenroth der grenzüberschreitende „Tag des Platt“ oder, wie man in den Niederlanden sagt, der „Dialekttag“ statt. Ca. 45 Teilnehmern diesseits und jenseits der Grenze rauchten die Köpfe beim Lösen der mit viel Wortwitz versehenen Plattdeutschen Rätsel.

 

In gemütlicher Runde saßen die Heimatfreunde aus Heek und Nienborg am 07. November im Eppingschen Hof zusammen, um sich auszutauschen und die Verbindung beider Vereine zu intensivieren.

 

Auf Einladung der Familie vom Hove trafen sich die Mitglieder des Vorstandes am 03. Dezember am Kamin in der Keppelborg. Die Gastgeber berichteten in humorvoller Weise über ihre Ahnin, Frau Rosina Bockemöller, geb. von Heyden, deren Bild im Flur zu den neuen Gästezimmern zu sehen ist.

 

Das Lustspiel des Ohnsorg-Theaters Hamburg „Mein Mann der fährt zur See“ im Konzerttheater Coesfeld am 09. Dezember amüsierte 30 Mitglieder, die sich nicht nur von der Aufführung, sondern auch von dem von der Familie Ernsting errichteten Theater begeistert zeigten.

 

Mit einer kleinen Weihnachtsfeier am 12. Dezember endete für den Vorstand das Geschäftsjahr 2008. Allen Vorstandsmitgliedern und allen, die die Arbeit des Heimatvereins unterstützt haben oder in der Arbeitsgruppe „Pflegedienst“ mitgewirkt haben, gilt unser Dank. Wir hoffen, dass auch das neue Jahresprogramm wieder viel Zuspruch findet und wir uns weiterhin der Unterstützung unserer Mitglieder sicher sein dürfen.

 

Heek-Nienborg, im Januar 2009

 

Bernhard Kock

 

 
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