Haus Hugenroth - Presseartikel


Empfinden viel Freude und Dankbarkeit
Von Ralph Schippers
Heek-Nienborg. Keine Frage, es ist Leben im Haus Hugenroth. Nicht nur an diesem Karfreitag, als Künstler Werner Benkhoff gemeinsam mit einigen Helfern des Heimatvereins ausgewählte Aquarelle, Ölgemälde und Pastelle im großen Saal aufhängt. Schon seit rund zwei Monaten wird das von Grund auf sanierte Schmuckstück auf der Nienborger Burg öffentlich genutzt. Dies von den Organisationen, Vereinen und Verbänden, wofür es als Dorfgemeinschaftshaus geschaffen wurde: vom Cäcilienchor beispielsweise, dem Katholischen Bildungswerk, für Besuchergruppen und nicht zuletzt natürlich vom Hausherrn, dem Heimatverein Nienborg selbst. Die Heimatfreunde waren es, die seinerzeit entscheidende Anstöße zum Umbau des markanten Gebäudes mit dem klassizistischen Giebel gegeben hatten und, nachdem die Finanzierung dank Fördergeldern und Gemeindezuschuss gesichert war, auch selbst tatkräftig ehrenamtlich und dank vieler Spenden mit dazu beigetragen haben, dass die Umbau- und Restaurationsarbeiten zum Abschluss gebracht worden sind. Entstanden sind stilecht eingerichtete Räume, die sich für Tagungen, Seminare oder gesellige Veranstaltungen eignen und ein behagliches Ambiente versprühen. Zuletzt legten die Helfer Hand an die Außenanlagen an. Beeteinfassungen und Parkplätze vor dem Haus sowie die Anlegung einer Terrasse im Garten mit prächtigem Ausblick auf die Natur der Dinkelwiesen haben noch einmal viel Einsatz gefordert.
Was jetzt noch fehlt, ist lediglich die Bepflanzung der Außenanlagen, betont Vorsitzender Bernhard Kock mit einer gehörigen Portion Stolz. Zu Recht: Denn das, was die Heimatfreunde in gut einem Jahr geleistet haben, kann sich mehr als sehen lassen. Zur Erbringung von 30000 Euro an Sachleistungen hatten sie sich verpflichtet. Ein Soll, das sie längst übererfüllt haben.
Am kommenden Sonntag (15. April) wird all dies von der breiten Öffentlichkeit zu bewundern sein. Dann wird Haus Hugenroth mit einem Festakt und anschließendem Tag der offenen Tür offiziell als Nienborger Heimathaus eingeweiht. Es ist der letzte Akt einer vorbildlichen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Heimatverein, für die wir viel Freude und Dankbarkeit empfinden, so Bernhard Kock. Das Programm, zu dem unter anderem der Ehrenpräsident der NRW-Stiftung, Neseker und Landrat Gerd Wiesmann als Gäste erwartet werden, beginnt um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Ab 11 Uhr findet ein Festakt mit Schlüsselübergabe durch den Architekten Markus Stöcker-Herbers an Bürgermeister Dr. Kai Zwicker als Vertreter des Eigentümers, der Gemeinde Heek, sowie Bernhard Kock vom Hausherrn Heimatverein Nienborg statt. Ab 14 Uhr beginnt der Tag der offenen Tür mit buntem Programm für die ganze Familie. Unter anderem sind Auftritte der Frauen-Tanzgruppe des Heimatvereins, der Tanzmäuse des SC Rot-Weiß und der Dinkelmusikanten geplant. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen bestens gesorgt.
Ein Besuch lohnt sich, nicht nur wegen des frisch renovierten Haus Hugenroth selbst, sondern auch wegen der Kunstausstellung mit Werken von Werner Benkhoff, bei deren Vorbereitung der Künstler am Karfreitag mithalf. Der in Düsseldorf lebende gebürtiger Nienborger Benkhoff ist gerne der Bitte der Heimatfreunde nachgekommen, doch aus Anlass der Einweihung des neuen Heimathauses dort auszustellen. Keine Frage, dass es auch einige Werke mit Nienborger Motiven zu sehen gibt.
Der Heimatverein weist darauf hin, dass weitere Raum-Kapazitäten im Heimathaus für lokale Institutionen zur Verfügung stehen. Infos erteilt gerne Heinz Overkamp. Mittwoch, 11. April 2007 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Heek)