Haus Hugenroth - Presseartikel
Gemeinsinn
und Selbsthilfe
Es ist geschafft es ist vollbracht. Mit Dankbarkeit, Freude und Stolz blicken wir auf das mit Sonnenstrahlen überflutete Haus Hugenroth. Mit diesen Worten begann Pfarrer Josef Leyer das vom Nienborger Kirchenchor festlich mitgestaltete Festhochamt zur Einweihung von Haus Hugenroth. Bei Kaiserwetter wurde gestern das Bürger- und Heimathaus oder Dorfgemeinschaftshaus, wie es in der Formulierung des Zuwendungszweckes der NRW-Stiftung heißt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pfarrkirche St. Peter und Paul offiziell seiner Bestimmung übergeben. In der Predigt hob Pfarrer Leyer die Faszination dieses Hauses mit seiner klassizistischen Fassade, dem Gewölbekeller, der steilen Treppe und den vielen kleinen Zimmern auf engstem Raum hervor. Heute ist das Hugenroth ein Ort der Begegnung und des Lebens, machte Josef Leyer deutlich. Vor dem offiziellen Festakt segneten Pfarrer Josef Leyer und Pfarrer em. Wilhelm Niehaves das Bürger- und Heimathaus. Heiter und beschwingt stimmte das Saxophon-Quartett der Musikschule Ahaus mit dem Rockstück When Im sixty-four die Besucher des Festaktes ein. Aus der Idee, Haus Hugenroth zu einem Heimat- und Bürgerhaus umzubauen, ist ein Projekt geworden, dass das Miteinander der Dorfgemeinschaft und den Gemeinsinn fördert, dankte Bernhard Kock, erster Vorsitzender des Heimatvereins Nienborg, vielen Personen und Institutionen für ihre tatkräftige Unterstützung, ohne deren Mitwirkung das Projekt nicht hätte umgesetzt werden können. Haus Hugenroth ermögliche Behinderten und älteren Menschen eine bessere Teilnahme an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen und erweitere das kulturelle Angebot in Nienborg. Haus Hugenroth soll nicht allein Bleibe des Heimatvereins Nienborg sein, sondern allen Bürgern offen stehen, sagte Kock. Nienborg erhält ein Schmuckstück in seinem Herzen, freute sich Heeks Bürgermeister Dr. Kai Zwicker. Neben Barmitteln in Höhe von 50000 Euro hat der Heimatverein mit vielen Helfern eine große Energieleistung vollbracht, lobte Zwicker die Arbeit des Vereins. Zwicker dankte der NRW-Stiftung und dem Amt für Agrarordnung, die 100000 bzw. 50000 Euro für die Renovierungsarbeiten beigesteuert hatten. Auch Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, lobte das Engagement des Heimatvereins. Ich bin sicher, dass das Geld gut angelegt ist, zeigte sie sich beim Rundgang durch das Gebäude überwältigt. Es ist schon bemerkenswert, was der Heimatverein Nienborg hier geleistet hat, zeigte sich Gerd Wiesmann, Landrat des Kreises Borken, von der Leistung des Vereins angetan. Hier funktionieren Gemeinsinn und Selbsthilfe auf beispielhafte Weise, freute sich Wiesmann. Mit bewegenden Worten warf Hildegard Sieberg, Tochter von Hermann Hugenroth und Nichte von Klara Hugenroth, einen Rückblick auf die Geschichte von Haus Hugenroth, in dem sie von 1946 bis 1948 lebte. Sie bringen mich ins Staunen, was hier entstanden ist, sagte sie. Unter großem Beifall übergab sie eine Ahnentafel der Familie Hugenroth, die im Haus Hugenroth einen schönen Platz erhält, wie Bernhard Kock ihr versprach. Unter dem Glockengeläut von St. Peter und Paul schloss Architekt und Statiker Markus Stöcker-Herbers aus Nienborg das Haus Hugenroth offiziell um 12 Uhr auf und überreichte einen großen Schlüssel an Bürgermeister Zwicker. Zum Abschluss des Festaktes stimmten die Gäste in das von Ehrenbürgermeisterin Anni Rosery getextete Lied Auf der Burg, auf der Burg, auf der Burg steht unser Heimathaus kräftig mit ein. Mit einem Tag der offenen Tür klang die Einweihung bei Tanz, Musik und Unterhaltung in geselliger Runde aus. 16. April 2007 | Quelle: Westfälische Nachrichten