Mai- und Geschichtsbaum

 

Zeitungsbericht
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Neue Motivtafeln schmücken Maibaum "

 

Voller Erwartung blickt der Nienborger Heimatverein dem heutigen 30. April entgegen, denn dann wird der Geschichts- und Maibaum mit 18 neuen Motivtafeln geschmückt. Ab 18 Uhr erwartet der Heimatverein viele Gäste, um mit ihnen gemeinsam einige gemütliche Stunden am Maibaum zu verbringen.

Als vor sieben Jahren der Fahnenclub erstmals den Geschichts- und Maibaum vor der Wassermühle aufstellte, war nicht abzusehen, nach nur wenigen Jahren bereits neue Motivtafeln anschaffen zu müssen. Nachdem der Heimatverein 2002 die Verantwortung für den Baum vom Fahnenclub übernommen und in der Niestadt einen neuen Standort hergerichtet hatte, scheute er es nicht, die alten, verwitterten Motivtafeln durch neue, wetterfeste zu ersetzen. Dabei konnte der Heimatverein neben finanziellen Zuwendungen auch wieder auf die aktive Mitarbeit seines in Ahaus lebenden Mitgliedes Wilfried Dräger bauen.

Dräger, ehemals Kunsterzieher am Alexander-Hegius-Gymnasium, hat, nachdem er bereits maßgeblich an der Entwicklung der vorherigen Motivtafeln beteiligt war, nochmals in liebevoller Kleinarbeit die Vorlagen für die neuen Tafeln bearbeitet, so dass sie jetzt computergestützt durch die in Heek ansässige Firma Weilinghoff fertig gestellt werden konnten.

Die Motivtafeln zeigen neben historischen Objekten wie etwa den Siegeln und Geräten der Tuchmachergilde und dem Siegel der Burgmannsvereinigung auch Darstellungen von Bauer und Bäuerin, um auf die landwirtschaftlich geprägte Struktur der Gemeinde hinzuweisen. Andere Abbildungen gründen auf christlichen Motiven wie eine von Dräger geschaffene freie Komposition aus einer Darstellung der Insignien des Fürstbischofs und Ortsgründers, Hermann II., oder eine Darstellung der mittelalterlichen Reliquienbüsten der Pfarrpatrone St. Peter und Paul.

Historische Gebäude

Auf die für die geschichtliche Entwicklung Nienborgs bedeutenden Gebäude weisen Tafeln mit einem Grundriss von Burg und Stadt Nienborg, mit einem Kammrad aus dem Mahlwerk der Wassermühle oder einem Halbrad, einer auf die Giebelstaffeln des "Hohen Hauses" gestellten Form der westfälischen Renaissance sowie mit einer Darstellung des vormals im Hohen Haus beheimateten Landratsamtes des Kreises Ahaus hin.

Dazu hat Dräger eine Kombination aus dem Wappen der Stadt Ahaus und aus Schreibfedern des Büros "von Heyden" geschaffen. Schließlich rufen Tafeln mit Darstellungen der "Diebischen Dohle" vom "Hohen Haus" oder dem "Wexter Füllen" Figuren aus heimischen Sagen und Legenden in Erinnerung.koc

Mittwoch, 30. April 2003