Maria Magdalena strahlt wieder

 

Lange haben die Nienborger auf den gewohnten Anblick der Maria Magdalena warten müssen, jetzt erstrahlt das Sandsteinrelief in neuem Glanz: Der Bildstock in der Burgmauer vor dem Hohen Haus ist jetzt wieder eingesetzt worden. Auf Initiative des Heimatvereins hat der Steinmetz- und Bildhauermeister Herbert Böggemann aus Epe nach einer fast vollständig verwitterten Originalvorlage des barocken Wandbildes aus dem 18. Jahrhundert eine Nachbildung aus spanischem Sandstein gefertigt und zu Beginn der Karwoche Vertretern des Heimatvereins übergeben. Hausherr Baron Lodi von Bönninghausen zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über das gelungene Werk. Er erklärte sich gerne bereit, den alten, originalen Bildstock, auf dem die Figuren nur noch in Konturen zu erkennen sind, im Hohen Haus aufzustellen. Das aus einer Wegestation stammende Original des Sandsteinreliefs von Maria Magdalena unter dem Kreuz wurde 1981 in einem Wexter Waldstück entdeckt. Bereits damals wurde das von der Station erhalten gebliebene Relief restauriert. Leider verwitterte der Sandstein weiter, bis sich der Heimatverein vor zwei Jahren entschloss, eine Nachbildung in die Burgmauer einbauen zu lassen. In der Nähe dieses Standortes befand sich früher auch einmal eine alte Station, von der jedoch nur noch einzelne Bruchstücke existieren. Während dem Nienborger Heimatverein 1981 die hohen Kosten der ersten Restaurierung des Bildstockes noch erhebliche Sorge bereiteten, konnte er diesmal seine Kasse schonen. Die Gemeinde Heek hatte sich bereit erklärt, die Nachbildung des Bildstockes zu finanzieren und damit einen Beitrag zur Erhaltung eines dieser für das gesamte Münsterland so typischen Kulturgüter zu leisten. - koc

Samstag, 06. April 2002  |  Quelle: Münsterland Zeitung